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Organische Anomalien – Astrobiologen suchen nach Spuren von Leben im All



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 Jedes Mal wenn die US-Raumfahrtbehörde NASA eine Sonde zum Mars schickt, ist das Ziel das gleiche: to follow the water – dem Wasser folgen. Das gibt es in flüssiger Form zwar heute nicht mehr auf der Mars-Oberfläche. Aber wahrscheinlich war der rote Planet einst ein blauer, mit Flüssen und mit Seen, erklärt Andrew Pohorille von der NASA: “Das einzige Leben, das wir kennen, ist hier auf der Erde – und es hat seinen Ursprung im Wasser. Aber ist Wasser deswegen eine Voraussetzung für die Entstehung von Leben? Gibt es Alternativen? Bestehen Wege, dass andere Flüssigkeiten ein Lösungsmittel für einfache Lebensformen bilden?”   Andrew Pohorille ist der Direktor des NASA-Zentrums für computergestützte Astrobiologie und pharmazeutische Chemie in Kalifornien. Er ist Physiker, Biologe, Biophysiker und Chemiker, alles zusammen – beste Voraussetzungen, um sich disziplinübergreifend mit der Frage zu beschäftigen: Könnte beispielsweise auch flüssiges Methan auf dem Saturn-Mond Titan eine Ursuppe für das Leben sein?Leben ohne Wasser – derzeit undenkbar “Zumindest nach derzeitigem Wissensstand lautet die Antwort: ‘nein’. Keine andere uns bekannte Flüssigkeit hat die Eigenschaften, die für die Entstehung von Leben nötig sind. Die hat nur Wasser.” So gibt es in Methan keinen sogenannten hydrophoben Effekt, der es Molekülen ermöglicht, sich durch Zellwände vom umgebenden Medium, beispielsweise Wasser, abzutrennen und so isolierte, eigenständige, lebendige Einheiten zu bilden. Astrobiologen nennen so etwas eine Anomalie. Leben entsteht, wenn sich bis dahin unbelebte Chemie selbst organisiert und sich so von der toten Umgebung absetzt.Ein Satellit soll Anomalien automatisch erkennen “Stellen Sie sich einfach vor, Sie laufen in der Wüste. Sie laufen, laufen und laufen; sehen nur Sand, Sand, Sand. Und dann entdecken Sie auf einmal ein Stück Ast oder ein Stück Blatt. Was haben Sie jetzt als Mensch gemacht? Sie sind gelaufen, Sie haben die Umgebung beobachtet – und zwar kontinuierlich -, und dann ist Ihnen dieses Stück Ast aufgefallen. Genau das wollen wir mit dem Satelliten auch machen.” Das Team um den Raumfahrttechniker Hakan Kayal von der Universität Würzburg arbeitet derzeit an einem Satelliten mitsamt zugehöriger Software, die automatisch solche Anomalien im All erkennt – solche, die möglicherweise auf Leben hindeuten. “Für den Menschen ist die Sache einfach. Jedes Kind wird aufmerksam, wenn es in der Umgebung etwas Ungewöhnliches entdeckt, was nicht in der Szenerie normalerweise da wäre. Und genau das wollen wir mit dem Satelliten, mit unserem Detektionssystem auch machen, aber für die Maschine ist das sehr, sehr schwierig. Das erfordert, dass die Kamera, die Sensoren mit einer hohen Auflösung permanent arbeiten.”Adlerauge für die Suche nach außerirdischem Leben Solche Kameras könnten beispielsweise den Jupiter-Mond Europa beobachten und darauf achten, ob die Geysire irgendwann wieder ausbrechen, deren Existenz noch umstritten ist. Oder sie könnten ihren Blick au

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